Abwärtstrend für den Yen?
Der Dollar erwies sich in den letzten Tagen im Forex Trading als sehr stark und die Experten gehen davon aus, dass dieser Trend zumindest dem Euro gegenüber kurzfristig auch noch anhalten dürfte. Als leicht schwächelnd zeigte sich heut der Yen, der unter anderem durch einen um 35 Prozent gesunkenen Überschuss in der Handelsbilanz des Landes unter Druck geraten ist.
Der Euro könnte eine Stabilisierung erreichen, denn der Rückgang der Auftragseingänge scheint sich nach den aktuellen Statistiken deutlich zu verlangsamen. So schrumpfte das Auftragsvolumen von September auf Oktober 2008 um 5,7 Prozent. Mehr als ein Prozent weniger war im Folgemonat zu beobachten. Der Jahresvergleich weist allerdings immer noch einen Gesamtrückgang um mehr als ein Viertel auf. Europaweit hat sich der Rückgang der monatlich erfassten Auftragseingänge fast halbiert, was darauf hindeutet, dass die optimistischen Wirtschaftsstrategen mit ihrer Einschätzung richtig liegen könnten und sich der Rückgang schon in den nächsten Monaten zur Stagnation wird.
Den Experten zufolge hinkt die Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt dem Fortschreiten der Krise hinterher, während sie sich in den Vereinigten Staaten bereits sehr deutlich zeigt. Das könnte sich als ein entscheidender Vorteil für die europäische Wirtschaft bei der Bewältigung der Krise erweisen, denn durch diese Verzögerung verbleibt mehr Kaufkraft in der Bevölkerung der Bundesrepublik. In Amerika müssen bereits viele Menschen den Gürtel enger schnallen und hoffen auf das Konjunkturprogramm des neuen Präsidenten.
Auch die Wirtschaftsdaten aus Amerika sind mehr als alarmierend. So sank die Zahl der Wohnbaubeginne in den USA um mehr als fünfzigtausend mehr, als die Experten eingeschätzt hatten. Auch die eingegangenen Anträge auf Baugenehmigungen gingen dramatisch, das heißt um mehr als zehn Prozent zurück.

