Euro weiter im Tiefflug
Allein durch die Nachrichten aus der Wirtschaft lässt sich der anhaltende Tiefflug der europäischen Gemeinschaftswährung im Forex Trading nicht erklären. Auch die veröffentlichten Statistiken fielen nicht so schlecht aus, dass sie für den weiter anhaltenden Kursverfall des Euro verantwortlich sein könnten.
Hauptsächlich ist es im Moment die Politik, die sich als bleierne Kugel an den Euro heftet. Während in Amerika das zweite Konjunkturpaket bereits in Angriff genommen wird, wird in der deutschen Politik wieder einmal lange diskutiert. Hinzu kommt, dass inzwischen große Zweifel laut werden, ob man mit den bereits beschlossenen Maßnahmen wirklich das Ziel erreichen kann, was man damit eigentlich anvisiert hat. Auch an der Umsetzung hapert es gewaltig. Die Zuschüsse, die eigentlich in den Budgets der Familien Mittel für den Konsum freisetzen sollten, versickern in anderen Löchern, wie beispielsweise der Energiepreiserhöhung und der Anrechnung auf andere soziale Leistungen.
Auch die deutschen Gewerkschaften sind für die gegenwärtige Situation auf dem Devisenmarkt mit verantwortlich. Eigentlich hatte es Barrack Obama sehr genau auf den Punkt gebracht, als er in seiner Antrittsrede sagte, dass zur Bewältigung der Wirtschaftskrise nicht nur der Staat selbst, sondern jeder einzelne Bürger beitragen müsse. Diese völlig zutreffende Erkenntnis ist offenbar noch nicht bei den führenden Köpfen von VERDI und der Gewerkschaft der Transportunternehmen angekommen, denn man stellt sehr hohe Forderungen, obwohl man erst im vergangenen Jahr großzügigen Lohnerhöhungen bekommen hatte.
Nicht zu unterschätzen sind auch die Auswirkungen, die von den Drohgebärden der Al Kaida gegen Deutschland für das Forex Trading ausgehen. Die Bilder der in das World Trade Center einschlagenden Flugzeuge sind noch zu deutlich in Erinnerung. Die Annahmen der Sicherheitsexperten der Bundesregierung gehen dahin, dass die ersten Befürchtungen laut werden, man müsse insbesondere während des Wahlkampfes für die anstehende Bundestagswahl ähnliche Anschläge befürchten, wie sie vor fünf Jahren in Spanien zu beobachten waren.

